Rezension EP Ashen Empire von Godcomplex
Saturday, March 17th, 2012. Posted by Marta Bock.
Die Marta hatte mir da so eine CD in Hand gedrückt „Hier rezensiere mal für Nerotunes. Du stehst doch auf Metal.“ „Ja danke, Metal hat genauso viele pisselige Untergenre, wie jede andere Musikrichtung auch, wenn nicht gar noch mehr.“ Und wie ich fürchtete, war das jetzt nicht so ganz meine Richtung.
Aber ein Hoch auf Objektivität, ich habe mein Bestes gegeben!
Promoted wird die Band „Godcomplex“ als Mischung aus Death-, Trash- und Blackmetal, eine recht frische Band, mit 6 alten Mitgliedern. Damit meine ich jetzt eigentlich nur, dass sie alle schon eine längere Musikerfahrung von 10 Jahren aus anderen Bands mitgenommen haben.
Sie kommen alle aus dem Rheinland, nämlich aus dem Raum Düsseldorf und letztes Jahr haben sie ihre erste EP, nämlich „Ashen Empire“ veröffentlicht.
Mein erster Eindruck, als ich die Musik startete war: „Oh Mann, warum muss ich das machen?“
Da ich aber recht schnell doch etwas Melodie heraus gehört habe, habe ich dem Ganzen abgekauft, dass es sich nicht nur um Blackmetal handelt.
Ein Kumpel saß neben mir, der sich über längeren Zeitraum auch diesen Blackmetaleinheitsbrei antun kann und wippte fleißig mit, da dachte ich mir: ” Hmmmm, so schlecht kann das ja schon mal nicht sein, wenn es Fans dieser Untergenre sofort so in den Bann zieht, gib dem Ganzen mal eine Chance und informiere dich.”
Mittlerweile kann ich auch etwas professioneller meine Meinung kund tun:
Also, was sofort ins Ohr sticht, auch ohne Professionalität meinerseits, ist das Intro, das sich halt komplett von den 5 folgenden Liedern abhebt. Eine schön düstere Orchester-Atmosphäre wird aufgebaut und könnte der Beginn eines epischen, leicht gruseligen Films sein, gegen Ende dann wandelt die Melodie so, dass sie irgendeinem RPG entsprungen sein könnte, also leider nichts neues, aber trotzdem gut hörbar.
Dann steigt das erste Lied mit härteren Gitarrenriffs ein und ich fühlte mich etwas aus meiner Lulluwelt, in die mich das Intro getragen hatte, gerissen. Aber das sollte es wohl auch, es trägt nämlich den schönen Titel Trümmerfeld oder ähnlich, nur halt auf Englisch, also „Wake of Devastation“. Das darauffolgende Lied hörte sich dann tatsächlich anders an. Es steigt noch einen Tacken härter und vor allem schneller ein, man könnte meinen der Drummer schlägt sein Schlagzeug grün und blau, bis sich das Lied dann nach ein paar Takten etwas einspielt.
Das nächste Lied ist dann wieder etwas langsamer und schwerer.
Alles in Allem klingt dieses Minialbum also mit einigem an Abwechslungsreichtum an, die Linien der Lieder sind klar und ich hatte das Gefühl, dass die eine Ahnung von dem haben, was die da machen und wissen, wo sie mit ihrem jeweiligen Lied hin wollen. Auch eingearbeitete Piano- und Geigenparts haben mir gut gefallen
Für mich ist es zwar immer noch ein Grunzemetal-Minialbum, ich bin hier jetzt aber soweit, dass ich mir auch mehr als ein Lied am Stück anhören kann, nämlich tatsächlich die ganze EP Ashen Empire, somit bekommt es von mir das Prädikat hörbar und ich denke für Fans aus diesen Metalbereichen wäre das dann sehr gut hörbar. Das Intro gefällt mir allerdings immer noch am besten.
Danke Sabrina :)
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