Stoneman im Interview
Saturday, December 4th, 2010. Posted by naori.
Wir interviewten Iron chris von STONEMAN zur dreijährigen Schaffenspause, zum neuen Album “Human Hater” und zur anstehenden Tour mit TIAMAT.
Hallo Jungs, schön, dass ihr heute für uns die Zeit findet, um ein wenig über euch und das neue Album „Human Hater“ zu plaudern.
Am besten wäre es, wenn ihr euch den Leuten da draußen einmal vorstellt….
Ja hallo ich bin Iron Cris… und ich spiele Bass.
Ihr selbst nennt euch die „Nr.1 DarkMetal band from switzerland“. Wie darf man das verstehen?
Kennst du eine bekanntere oder professionellere Schweizer Dark Metal Band? Kannst du mir die vorstellen?
Wie schaut es eigentlich aus in der Schweiz? Gibt es da auch eine Schwarze Szene?
Ja schon, aber die findet natürlich im Untergrund statt, wie sich das gehört. Tief in der Nacht trifft man sich da in einem alten Kellergewölbe oder in einem stillgelegten Tunnel.
2004 – Das Jahr eurer Gründung. Wie hat alles begonnen, wie lernte man sich kennen?
Das war vor meiner Zeit, ich bin 2007 zu der Band gestossen, als Backliner.
2006 kam euer Debütalbum heraus: „Sex.Drugs.Murder“. 2007 folgte das zweite Album „How To Spell Heroin“ und nun folgt „Human Hater“. Stehen diese Titel in einem Zusammenhang? Gibt es da so etwas wie eine „Entwicklung“?
Man kann sagen, dass die Albumtitel den jeweiligen Haupteinfluss der Band beschreibt. Hat man in den „jungen Jahren“ von experimentiert und jeden Rockstar-Shit gemacht (…), fokussieren wir uns heute auf grundsätzliche Sachen und verplempern unsere kostbare Zeit nicht mehr mit der Jagd nach Jungfrauen!
A propos „Entwicklung“… Wie seht ihr selbst die Entwicklung vom ersten bis zum dritten Silberling?
Technisch gesehen? Wie alle anderen Musiker auch wirst du selbstverständlich besser auf deinem Instrument. Man macht am Anfang Fehler, sei es im Songwriting oder Management-mässig, bandintern, und so weiter. Dann versucht man daraus zu lernen und die selben Fehler nicht wieder und wieder zu machen. Das ist Stoneman glaube ich ganz gut gelungen.
Zwischen den letzten beiden Scheiben liegt eine dreijährige Schaffenspause. Wie lässt sich das begründen?
Man kann fast von einer Zangengeburt sprechen. Mit Human Hater versuchte die Band ihre Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen (siehe vorherige Fragen!). Es wurden keine Kompromisse eingegangen, nur das beste war gut genug und man war sich nicht zu fein, den einen oder anderen Song in den Abfall-Eimer zu werfen. Qualität vor Quantität war oberstes Gebot.
Wofür steht der Titel des neuen Albums. Wen sprecht ihr mit „Human Hater“ an?
Alle eigentlich, also nicht eine spezielle Gruppe oder Person, sondern die Menschheit im allgemeinen. Man wirft uns oft vor, wir seien rassistisch. Aber das stimmt nicht, wir haben nicht speziell was gegen Schwarze oder Juden, sondern wir hassen alle, die anderen bewusst Schaden zufügen, egal, wer das ist!
Um auf das Album aufmerksam zu machen, habt ihr kürzlich die Singleauskopplung „no sweet november“ herausgebracht. Warum ausgerechnet diesen Song?
Von den anderen könnte keiner im Radio gespielt werden!
Und wie kam das Featering mit VAN VELVET zustande?
Die Band arbeitet seit „Sex.Drubs.Murder“ mit Steve zusammen, wir sind gute Freunde und beabsichtigen auch in Zukunft mit ihm was zu machen, wenn es was gibt, was zusammen passt.
Gehen wir doch noch etwas weiter ins Detail des neuen Albums.
Der Song „Hope You Die All Soon“ macht mir Angst. An wen ist er gerichtet?
An diejenigen, die Leid verursachen (siehe obere Frage!).
Zum Song „Zombie Zoo“ habt ihr euch Wednesday 13 mit ins Boot geholt. Wie kam es dazu?
Vor zwei Jahren waren wir mit ihm auf Tour und haben 10 Shows als seine Vorband gespielt. Seither besteht der Kontakt.
Im Gegensatz zur Singleauskopplung „No Sweet November“ geht es auf dem Album ja ganz schön hart und roh zur Sache. Wie kam der Song bei euren Fans an?
Die Stoneman-Fans haben ihn ganz gut aufgenommen und mögen ihn, sind aber froh, dass wir grundsätzlich ein hartes Album aufgenommen haben. Keiner stößt ihn ab. Wir haben jetzt einige neue Fans genau wegen dieses Songs. Auch wenn das Leute sind, die solch harte Musik normalerweise nicht so mögen.
Werdet ihr zukünftig noch mehr Songs im „softeren“ Stil produzieren?
Wenn’s passt, warum nicht? Aber Stoneman wird immer eine harte Metalband bleiben.
Vor euch steht nun wieder eine ausgiebige Tour. Freut ihr euch darauf?
Na klar, das ist das Highlight am Musikerleben.
Den ersten Gig habt ihr Anfang November in eurem Heimatland gegeben. Wie war’s?
Der Abend hat großen Spaß gemacht. Nach so langer Zeit endlich wieder auf der Bühne zu stehen, war toll. Vielleicht sind wir noch etwas eingerostet, aber dafür spielen wir jetzt 20 Gigs in 23 Tagen, haha… Es ist immer schön zu Hause zu spielen, für seine Freunde, da ist man immer noch motivierter.
Die meisten der anstehenden Konzerte sind mit TIAMAT. Wie ist der Kontakt zustande gekommen oder kennt man sich bereits?
Vor zwei Jahren durften wir für Tiamat und 69 Eyes im Z7 (Pratteln, CH) eröffnen. Seither kennt man sich.
Was macht euch eigentlich mehr Spaß: Die Aufnahmen und Proben oder das Touren selbst?
Hmm, mal sehen, stundenlanges, immer wieder den gleichen Part spielen, bis er dem Herr Produzent endlich gefällt, noch dazu in einer stinkenden Bude ohne Fenster… Gegenüber reisen, Fans treffen und die Songs einfach loszubrettern… Ich nehme das Touren J
Vielen Dank für eure Antworten und viel erfolg mit „Human Hater“.
Bevor ihr euch auf Tour begebt, habt ihr doch bestimmt noch eine Message an eure Fans?
Macht euch selbst ein tolles Weihnachtsgeschenk und kauft Human Hater!
Ok, also nochmals vielen Dank und wir sehen uns auf der Tour!
Bandwebsite: www.stonemanmusic.ch
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