Rezension Perfidious Words

1991 gründeten die beiden Herren Lars und Drazen die Band Perfidious Words und veröffentlichten seitdem 8 Tonträger. Mit dem nun aktuell vorliegenden Werk „Feel Like Me“ haben Sie ihrer 6jährigen Abwesenheit Rechnung getragen und melden sich zurück.

Mit der Ankündigung des kommenden Albums stiegen die Erwartungen im Werk und an die Band selbst. Im Synthpop Bereich wird es schwerer noch ein Werk abzustellen, welches große Akzeptanz finden wird. Wenn aber alles passt und die Leistung überzeugt, lange Weile minimiert werden kann, dann wird es interessant.

Langeweile ist bei dem Album die Seltenheit und die Leistung spricht für sich. Hier liegt ein Album vor, welches sich in die Herzen der Fans rein fressen soll. Den neu hinzugewonnenen Hörer sei gesagt das die Ähnlichkeit zu anderen großen Acts gewollte sei und man darf sich davon nicht beirren lassen. Geschickt schließen sie die Lücke der letzten Jahre und präsentieren sich in neuem Soundgewand und lassen ältere Einflüsse deutlich erklingen, zeigen aber auch, dass sie sich persönlich weiterentwickelt haben. Traurigschöne Harmonien und aufmunternde Popsongs, diese zwei Seiten zeigen sie in fast nahezu perfekter Manier mit dem Album.

Mit „Feel Like Me“ sollten die Fans der ersten Stunde ihren Spaß haben und aber auch gleichzeitig jüngere Hörer hinzugewonnen werden. Dort wo andere große Bands alte Synthpop Fans enttäuschen, lassen Perfidious Words nicht locker und beweisen, dass ihre Musik überzeugt und Gewicht hat.
Persönlich hat mich dieses Album sehr ergriffen, da ich doch einen sehr großen Teil meines Lebens mit der Band im Player verbringen durfte. Nicht als einer der alten Hasen, aber als einer, der frühe Werke genießt, befürworte ich dieses Album und finde, dass es sich für jeden lohnt auch diese Band im Schrank stehen zu haben.

von Markus Bukowski

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