Spotlight: Interview mit Syztem7 über ihren Drahtseilakt zwischen den Genres

Es ist nie wirklich einfach sich in der Musikszene zu etablieren, vor allem wenn man einem so exotischen Genre angehört wie die Jungs von Syztem7. Wir haben uns mit Jaymz Kennedy von Syztem7 zusammengesetzt um ihn zu fragen wie das so ist, wenn man experimentalen Metal-Indutsrial macht der sich anhört wie Alternative Rock, wie man dazu kommt und ob es sich auszahlt sein eigenes Ding zu machen und in einer Linie durchzuziehen.

2004 gründete Jaymz Kennedy in Seattle, USA, der bislang nichts weiter hatte als ein Aufnahmegerät, ein Paar Kopfhörer und einen ganzen Hut voll Ideen. Er wollte eben mal etwas ganz anderes machen, ein Experiment starten, doch bis man die richtigen Leute findet für einen solchen Act vergehen mal eben 6 Line-Ups berichtet Jaymz. Die Mitgliederfindung war letztendlich eine einzige Kettenreaktion, erzählt Jaymz amüsiert. So hörte er eines Tages auf einer Aufnahme die Stimme des aktuellen Sängers Josh, von dessen kräftiger Stimme Jaymz völlig fasziniert war. Dieser wiederum rief seinen Freund Ed an mit den Worten auf den Lippen „Du wirst in dieser Band spielen. Punkt.“ – und schon waren sie zu Dritt. So nahm der zunächst schwerliche Aufbau der Band seinen Lauf. Die Band so wie sie ist zeugt trotzdem von einer nicht besonders stimmigen Chemie. Der eine steht so mehr auf Progressives, der andere auf Altmodisches, wieder einer hat sich dem Elektronischen abgeschrieben und genau das macht eben den Reiz des Experimentes aus – jedes einzelne Bandmitglied hat seine ganz eigenen Einflüsse, die er mit in die Kreation der Musik bringt, was sie so vielseitig macht.

Heute in 2009 ist es ihr Wunsch ein Label zu finden, unter dem sie eine weitere Veröffentlichung machen können. Ihre erste Veröffentlichung verlief glatt und einfach, war keine große Sache, sodass Jaymz ohne lang zu Überlegen auf die Frage ob es bestimmte Wendepunkte oder wichtige Momente für die Band gab antwortet, dass jedes mal wenn sie alle zusammen spielen ein wichtiger Moment ist. Momentan arbeiten sie an einer kleinen EP und hoffen einfach darauf weiter Musik machen zu können.

Ihre Zukunftspläne beschränken sich jedoch nicht nur auf die Produktion von Tonträgern, sondern Live Auftritten, zunächst in ihrem Bundesstaat, dann in ihrem Heimatland und später, so sagt Jaymz, auch Europa. „Ganz zu schweigen davon, dass die europäischen Zuhörer der Musik viel zugetaner sind“, sie bekommen gerne Post aus Europa – und besonders Deutschland. „Das sage Ich nicht nur so!“

Nachdem wir die Band kennen gelernt haben stellt sich die Frage was sich der Zuhörer nun unter all dem vorzustellen hat.

„Diese Frage zu beantworten fiel mir am schwersten. Aber da gab es eine Person, die es am besten beschrieben hat, Ich benutze diese immer noch. Syztem7 könnte das Kind von White Zombie und Faith No More sein mit Rammstein als Lehrerin. Ich denke das trifft es ziemlich gut. Heavy Industrial mit unglaublichen Vocals die einem den Kick geben.“

Wer sich nun selbst von dieser nicht mehr ganz so jungen Band und deren Drahtseilakt zwischen den Musikgenres überzeugen möchte kann dies tun. Das letzte Wort an die Leserschaft jedoch erhielt Jaymz Kennedy, welches einigermaßen gut zusammenfassend besagt:

„Wir danken all unseren Fans […] Wir werden alles versuchen um zu euch rüber zu kommen und euch in Grund und Boden zu rocken!“

http://www.myspace.com/syztem7music

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