DAS SCHEIT – So far from god…so close to you
Tuesday, August 12th, 2008
Mit ihrem vierten Album „So far from God…so close to you“ zeigen DAS SCHEIT mal wieder deutlich, das man Gothic, Electro und Metal perfekt verbinden kann und sich das ganze auch noch richtig gut anhört. Und das ist man von den SCHEITs ja gewohnt…
Mittlerweile sind sie bei Twilight Zone Records im Label und bei Twilight Vertrieb / Soulfood im Vertrieb untergekommen und man kann nur hoffen sie mal zusammen mit meinem Favs STONEMAN auf Tour zu erleben, denn das würde musikalisch ganz gut passen.
Produziert wurde der Silberling von Markus Teske in den Bazement Studios und als Gastsänger wurden Jape Perätalo (TO/DIE/FOR) Michelle Darkness (END OF GREEN) verpflichtet. Jene beiden machen das 70er Jahre – Cover „Because the Night“ von Bruce Springsteen / Patti Smith noch spezieller als es eh schon ist. Sehr gelungen kann ich da nur sagen.
Aber mal von Anfang an….die Cd startet mit dem „Epilog“ welcher recht ordentlich klingt und geht fast augenblicklich in den Titeltrack „So far from God“ über. Jener bohrt sich schnell und hart in die Gehörgänge und der eingänge Chorus lässt einen später immer noch summen. Der Gesang von Clint ist mal eindringlich, mal sanft, aber immer faszinierend. Sascha (Gitarre, Bass, Keys) und Casey (Gitarre) machen ihren Job absolut perfekt und auch das alte Gründungsmitglied Ulf, welcher mittlerweile durch die neue Drummerin Linda ersetzt wurde, kann hier glänzen. Das nächste Stück „Come undone“ präsentiert sich am Anfang auch wieder sehr rockig, wird dann im weiteren Verlauf aber sanfter. Dadurch verliert es aber kein Stück an seiner Mystic. Der Chorus ist gewohnt schnell und eindringlich.
„No one“ welches eigentlich ein Originalsong vom RÖDELHEIM HARTREIM PROJEKT (3P, MOSES PELHAM – Anm. Schreiberin) ist und da „Keine ist“ heißt, ist ein mehr als gelungenes Cover geworden. Ehemals Hip Hop – lastig und balladig, ist es nun poppiger und erinnert vom Stil her ein bisschen an LINKIN PARK. Gewollt oder nicht – es begeistert mich auf jeden Fall und versetzt mich zurück in meine RHP / 3P – Zeiten.
Schnell geht’s weiter mit „Hollow“, welches wieder durch nette Gitarrenriffs von Casey aufwartet und auch Sascha’s Künste am Keyboard und am Bass zeigt. „December Sky“ ist das nächste Werk aus der Feder von Clint und auch wenn sich der Titel anhört wie eine Ballade, ist es das ganze Gegenteil. Sehr rockig wartet es auf und frisst sich durch die Gehörgänge ins Hirn um da zu bleiben. „Snow white hell“ ist das siebte Stück auf der Platte und im Gegensatz zu den Vorgängern sehr elektronisch gehalten und absolut anbetungswürdig. Nach dem ersten Chorus gibt’s dann vermehrt Gitarre und Drums auf die Ohren. Meiner Meinung nach mit einer der besten Songs auf der Platte. Als nächstes wird „Someone will listen“ präsentiert und das Stück ist zum ersten Mal eine richtige Ballade. Sehr langsam und zart am Anfang, in der Bridge und im Chorus rockiger und danach wieder zurückkehrend auf den Ausgangspunkt. Auch der Text ist sehr eindringlich und hier lohnt es sich doch sehr genauer hinzuhören. Danach folgt „By the way (I think of suicide)“, welches wieder rockig, elektronisch und schnell ist.
„Sehnsucht“ verwirrt allerdings etwas. Ist der Songtitel auch deutsch, ist der gesamte Song auf Englisch. Das nimmt ihm aber nichts von seiner speziellen Art. „Because the Night“ folgt direkt darauf und über den habe ich ja schon ganz am Anfang etwas geschrieben. Nach wie vor bin ich vollkommen begeistert von dem Cover. „…so close to you“ ist dann schon das vorletzte Werk und der zweite Teil vom Albumtitel. Beginnend mit dem Sound von Regen verliert es sich in einer schönen Ballade und läd zum träumen ein. Auch der sehr rockige Chorus kann einen da nicht rausreissen und man ist fast verzaubert von dieser Art des Songs. Ein weiterer Ohrwurm auf der Platte.
Der „Prolog“ beendet das Gesamtkunstwerk und schließt das Album der 4 Hessen perfekt ab.
So far from god….so close to ME…
Artist: DAS SCHEIT
Title: So far from god…so close to you
Homepage: www.dasscheit.de
Label: Twilight Zone Records
VÖ: 19.09.2008
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